Wir kennen das Problem: In der Familienküche treffen Kochen, Hausaufgaben und spontanes Abstellen auf zu wenig Fläche. Das führt schnell zu Chaos und Stress im Alltag.
In diesem Artikel zeigen wir zehn praktisch umsetzbare Aufteilungen und Prinzipien, die mehr Übersicht und Bewegungsfreiheit bringen. Wir bleiben bei sofort kaufbaren Lösungen wie Schubladeneinsätzen, Vollauszügen, stapelbaren Vorratsboxen, Geräte‑Stationen und sicheren Trittlösungen.
Die Vorschläge unterstützen Ergonomie, Sicherheit und pflegeleichte Materialien als zentrale Planungsfaktoren. Jede Aufteilung erklären wir kurz, nennen Vor- und Nachteile und geben konkrete Produkttyp‑Empfehlungen statt DIY‑Bastelideen.
Für wen ist das gedacht? Für Haushalte in Deutschland mit wenig Platz, viel Alltag und dem Wunsch, die Küche praktischer zu nutzen, ohne sie steril wirken zu lassen.
Redaktioneller Hinweis (SEO): Meta Title: „Mehr Platz in der Familienküche – 10 clevere Aufteilungen“. Meta Description: „Praktische Tipps zur Platzaufteilung in der Küche für Familien: sofort umsetzbare Lösungen und Produkttypen für mehr Ordnung und Bewegungsfreiheit.“
Wesentliche Erkenntnisse
- Klare Zonen und kurze Wege schaffen sofort mehr Übersicht.
- Praktische Kaufhilfen: Schubladeneinsätze, Vollauszüge, Vorratsboxen.
- Ergonomie und Sicherheit gehören zur sinnvollen Planung.
- Vor- und Nachteile helfen bei der passenden Produktwahl.
- Die Tipps sind schrittweise umsetzbar, auch ohne großen Umbau.
Warum Familienküchen so schnell im Chaos enden
Morgens wird die Küche schnell zur Kreuzung, wenn mehrere Personen gleichzeitig etwas brauchen. Kinder, Schulbrote und Arbeitstaschen treffen auf zu wenig freie Fläche.
Typische Engpässe sind klar: Die arbeitsplatte wird zum Ablageplatz, der kühlschrank zum Staupunkt und volle schubladen schaffen Suchzeiten.

Wenn mehrere gleichzeitig rein wollen
Mehrere familienmitglieder brauchen oft gleichzeitig Zugriff. Kleine Kinder bewegen sich langsamer und brauchen sichere Höhen. Das verstärkt den Platzbedarf und ändert die Dynamik.
„Kurze Wege und klar zugewiesene Flächen sparen täglich Zeit und Nerven.“
Bewegungsfreiheit ist nicht nur Quadratmeter. Es geht um Durchgangsbreite, Tür‑ und Auszugsrichtungen und „Parkplätze“ für Einkaufstaschen. Wenn Wege lang sind und Dinge keinen festen Platz haben, kostet jede Mahlzeit mehr zeit.
- Ziele: Fläche freihalten, Zugriff beschleunigen, Laufwege entknoten.
- Nächster Schritt: Messen und markieren, bevor wir umsortieren.
Bestandsaufnahme vor dem Umräumen: So findest du deine Platzfresser
Ein 20‑Minuten-Check schafft Klarheit. Wir schauen systematisch, was dauerhaft auf der Arbeitsfläche steht, was Wege blockiert und welche Dinge doppelt vorhanden sind.
Das operative Dreieck prüfen
Das Prinzip Vorbereiten – Kochen – Spülen bleibt zentral für kurze Wege. Wir markieren, wo wir schneiden, wo das Kochfeld liegt und wie oft wir zwischen diesen Punkten pendeln.
Hotspots markieren
Frühstück, Lunchboxen, Hausaufgaben und Snacks sind typische Hotspots. Jeder braucht Fläche, Material und einen schnellen Müll-/Spülweg. Markiere diese Zonen mit Post‑its oder einer Skizze.
Griffbereit oder weg nach oben?
Wir nutzen eine einfache Regel: täglich = Griffzone, wöchentlich = Sekundär, selten = oben oder hinten. So entstehen echte Möglichkeiten, Fläche zurückzugewinnen.
- Check in 20 Minuten: Gegenstände zählen, Doppeltes entfernen.
- Prüfen: Welche Geräte stehen dauerhaft draußen?
- Markiere Engstellen im Raum (Türschwenks, Durchgänge).

Zum Abschluss prüfen wir, was beim täglichen Kochen hilft und welche elektrische Küchenhelfer sinnvoll griffbereit bleiben sollten.
familienküche platzaufteilung: Zonen statt Dauer-Chaos
Ordnung entsteht, wenn Gegenstände dort stehen, wo sie im Alltag gebraucht werden. Wir erklären, wie vier klare Zonen den Alltag entlasten und welchen konkreten Nutzen kaufbare Ordnungssysteme bringen.

Vorratszone: Trockenware, Getränke, Schul-Snacks
Stapelbare Vorratsbehälter, transparente Boxen und Etiketten schaffen sofort Übersicht. Ausziehbare Körbe für schwere Flaschen erleichtern das Heben.
Vorteil: schnelle Sichtbarkeit. Nachteil: braucht klare Kategorien, sonst wird es wieder unübersichtlich.
Kochzone: Töpfe, Pfannen, Kochfeld-Tools
Wir empfehlen Vollauszüge nahe am Herd, Einsätze für Pfannen und Töpfe und Haken für häufig genutzte Tools. So vermeiden wir das Suchen mit heißer Pfanne in der Hand.
Vorteil: kurze Wege; Nachteil: weniger Platz für große Geräte.
Spülzone: Geschirr, Spülmaschine, Mülltrennung
Die Spülmaschine gehört in die Nähe des Spülbeckens. Eingebaute Sortiersysteme (Bio/Rest/Wertstoff) halten die Arbeitsplatte frei.
Vorteil: hygienisch und praktisch; Nachteil: erfordert einen etwas größeren Unterschrank.
Kinderzone: Mithelfen ohne Risiko
Wir schaffen ein niedriges Fach mit kindersicheren Boxen für Snacks und eine kleine Helfer-Schublade ohne Messer oder Reiniger.
Vorteil: fördert Selbstständigkeit bei Kindern; Nachteil: braucht Disziplin beim Rückräumen.
| Zone | Kernaufgabe | Kaufbare Lösungen | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|---|
| Vorrat | Organisation großer Einkäufe | stapelbare Boxen, Etiketten, Auszüge | Übersicht, schneller Zugriff | Benötigt Kategorisierung |
| Kochzone | Zugriff auf Töpfe & Pfannen | Vollauszüge, Pfanneneinsätze, Haken | Sicherer, schneller Ablauf | Platz für andere Geräte reduziert |
| Spülzone | Reinigung & Mülltrennung | eingebaute Sortierer, Unterbeckenauszüge | weniger Arbeitsplatte-Belegung | erfordert passende Schränke |
| Kinderzone | Sichere Mithelfen-Zone | niedrige Boxen, kindersichere Einsätze | fördert Selbstständigkeit | regelmäßiges Aufräumen nötig |
Regel: Jeder Gegenstand hat eine Zone und einen festen Platz in einem Einsatz oder einer Box. So bleibt der Stauraum wartbar und Alltagstauglich.
Küchenform clever nutzen: Zeile, L-Form, U-Form oder mit Insel
Die Wahl der Küchenform beeinflusst Arbeitswege, Sicht und Stauraum spürbar. Wir ordnen kurz ein, welche Form welchen Alltag am besten unterstützt.

Warum einfache Küchenzeilen oft an Grenzen stoßen
Die klassische Zeile bietet selten genug Schrankmeter und zusammenhängende Arbeitsfläche. Das führt zu Einbahnstraßen‑Abläufen und zu viel Ablage auf der Arbeitsplatte.
Eine Zeile funktioniert, wenn ergänzender Stauraum vorhanden ist, etwa ein Vorratsschrank oder Sideboard. Klare Gerätestationen sind dann entscheidend.
L‑ und U‑Form: mehr Fläche bei kurzen Wegen
L‑Formen geben zwei nutzbare Arbeitsseiten. Das ist praktisch, wenn ein Kind hilft und jemand anderes kocht.
U‑Formen schaffen sehr kurze Wege. Achten Sie aber auf Bewegungsspielraum; Auszüge statt Türen verbessern hier die Bedienung.
Insel in der Wohnküche: Sichtachsen, Platz und Teamwork
In einer offenen küche mit wohnküche‑Charakter schafft eine Insel bessere Sichtachsen zum Wohnbereich. So behalten Sie den Blick auf Kinder und Gäste.
Eine Theke entlastet kurzzeitig den esstisch, ersetzt ihn aber nicht immer. Die richtige Wahl hängt von Nutzerzahl, Raumgröße und gewünschter Offenheit ab.
Für praktische Organisationstipps zur Familienküche empfehlen wir unsere übersichtliche Organisation in der Familienküche. Egal welche Form Sie haben: Die nächsten Kapitel zeigen, wie Arbeitsfläche und Stauraum stressfest werden.
Arbeitsfläche freibekommen: Platzaufteilung rund um die Arbeitsplatte
Auf kleinen Flächen sammeln sich schnell Taschen, Post und Küchengeräte – das kostet zeit und Nerven. Wir zeigen, wie wenige, gezielte Maßnahmen sofort freie Fläche schaffen.

Abstellflächen planen: kleine Pufferzonen reduzieren Unordnung sofort
Definieren Sie 1–2 Pufferzonen: eine near der tür für Einkäufe, eine am Herd für heiße Töpfe. Diese Zonen verhindern, dass alles „irgendwo“ landet.
Produktlösungen für die Fläche: Abtropfgestelle, Organizer, Gerätestationen
Unsere tipps setzen auf kaufbare Lösungen: schlanke Organizer‑Trays fürs Besteck, ein Korb für Post und eine Flaschen‑/Gläser‑Station. Für Geräte empfehlen wir eine feste Station mit Kabelmanagement.
- Abtropfgestell: robust, großes Volumen. Nachteil: belegt Fläche.
- Rollbare Abtropfmatte / Über‑Spüle: spart arbeitsplatte, teils weniger stabil.
- Gerätestation: Kaffeemaschine & Wasserkocher zentral, weniger Kabelsalat.
Mini‑Check: Was täglich genutzt wird, darf sichtbar stehen. Alles Andere gehört in Auszüge. Maximal 2–3 stationäre Elemente halten die Fläche ruhig.
Stauraum-Upgrade ohne DIY: Schubladen, Auszüge und Innenorganisation
Effiziente Schubladen und Vollauszüge schaffen im Alltag spürbar mehr Übersicht. Sie erlauben Zugriff in Hüfthöhe und schonen den Rücken. Das ist besonders hilfreich, wenn mehrere Personen parallel arbeiten.

Warum Auszüge im Familienalltag gewinnen
Vorteil: Inhalte sind sofort sichtbar und zugänglich. Vollauszüge bieten besseren Überblick als Teilauszüge.
Nachteil: Vollauszüge sind oft teurer und brauchen Einbautiefe. Dennoch empfehlen wir sie für viel genutzte schränke.
Innenorganizer: Besteck, Kochtools und Vorräte
Modulare Einsätze aus Kunststoff sind leicht zu reinigen und flexibel. Starre Einsätze aus Holz wirken ordentlicher, passen aber seltener.
- Kaufkriterien: Material, Belastbarkeit, Reinigung, Softclose-Kompatibilität.
- Für küchenhelfer wählen wir Einsätze mit Fächern und rutschfester Oberfläche.
Hohe Vorratsschränke mit Auszügen
Vorteil: Zugriff von beiden Seiten, ideal für Getränke und vorräte. Gut bei begrenztem Bodenplatz.
Nachteil: Benötigt stabile Führungsschienen und passende höhe.
Sockelschublade und Sockeltritt
Die Sockelschublade lagert selten genutzte Blechformen. Achten Sie auf Tragkraft und Staubschutz.
Ein fest montierter Sockeltritt sichert den nachwuchs beim Helfen. Er ist sicherer als Stühle und schützt vor Klettern auf der Arbeitsplatte.
| Lösung | Einsatz | Kaufkriterien |
|---|---|---|
| Vollauszug | Töpfe, schwere Vorräte | Tragkraft, Softclose, Einbautiefe |
| Innenorganizer | Besteck, Tools | Reinigung, Material, Modularität |
| Sockelschublade | Backbleche, Tabletts | Belastbarkeit, Führung, Staubschutz |
Praxisregel: Maß nehmen, Tragkraft prüfen und auf Reinigungsfreundlichkeit achten. Je klarer die Innenaufteilung, desto eher räumt auch der kleinen Haushalt korrekt zurück.
Kühlschrank, Gefrierfach und Vorräte: Platz für Großeinkauf schaffen
Beim Großeinkauf zeigt sich schnell, ob der kühlschrank den Familienalltag wirklich mitträgt. Wir betrachten praktische möglichkeiten für Kühlung und Vorrat, damit Verderb und Suchzeiten sinken.

Welche Typen passen zu Familien?
Kurz gefasst: Eine Kühl‑Gefrierkombination ist platzsparend und oft günstiger in der Breite. Ein Side-by-Side bietet viel Nutzvolumen und Übersicht, braucht aber deutlich mehr Platz. Ein zusätzliches Gerät (z. B. im Hauswirtschaftsraum) entlastet die Hauptküche bei Getränke- oder Tiefkühlvorräten.
Orientierungswert Nutzinhalt
Als Richtwert empfehlen wir einen nutzinhalt ab etwa 200 Litern für Familien mit Schulkindern oder Meal‑Prep. Das reduziert volle Türen und sorgt für klare Zonen.
Praktische Ordnungs- und Produktkategorien
Bewährte Lösungen:
- Transparente Frischhalteboxen in Standardmaßen, stapelbar.
- Dreh- oder Auszieh‑Organizer für kleine Packungen und Tuben.
- Beschriftbare Etiketten für klare Zuständigkeiten.
| Typ | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Kombi | platzsparend, oftmals günstiger | begrenzte Gefrierkapazität |
| Side-by-Side | großes Volumen, gute Übersicht | breit, evtl. nicht in Nischen passend |
| Zusatzgerät | entlastet Hauptküche | benötigt Stellplatz |
Praktische Kaufkriterien: Türanschlag und Öffnungswinkel, Fachhöhen, Gemüsefach‑Volumen, Gefrieraufteilung, Energieklasse und die reale Breite zur Küchenform. Für schnelle Orientierung verknüpfen wir Ordnungsboxen mit einer klaren Zonenidee:
- Heute/Jetzt – leicht zugängliche Fläche
- Kinderzugriff – niedrige Boxen für Snacks
- Reste – beschriftete, stapelbare Behälter
- Rohes getrennt – Hygiene wahren
Für Tipps, wie sich Küchendesign und praktische Nutzung verbinden lassen, lohnt sich ein Blick auf moderne Küchenstile bei moderner Küchengestaltung und unsere Hinweise zum Umgang mit Kindern in der Küche unter Küche mit Kindern.
Große Geräte richtig positionieren: Backofen, Geschirrspüler und Co.
Große Einbaugeräte entscheiden oft, wie flüssig der Küchenalltag läuft. Die Position beeinflusst Ergonomie, Laufwege und Sicherheit, besonders wenn Kinder dabei sind.

Einbau auf Hüft- oder Augenhöhe: ergonomisch und kindersicher
Backofen auf Hüft- oder Augenhöhe macht das Hantieren mit heißen Blechen deutlich einfacher. Wir vermeiden häufiges Bücken und reduzieren Verbrennungsrisiken.
Die richtige höhe schützt Kleinkinder besser, weil sie schwerer an die Tür gelangen. Als Nachteil nennen wir höheren Preis oder speziellen Hochschrank‑Aufwand.
XXL‑Garraum und großes Spülbecken: wann es sich lohnt
Ein XXL‑Garraum rentiert sich bei viel Backen, großen Brätern oder wenn mehrere Bleche parallel laufen. Vorteil: weniger Aufteilen von Mengen. Nachteil: meist höherer Preis und größerer Energiebedarf.
Ein großes spülbecken erleichtert das Reinigen großer Töpfe und Backbleche. Es nimmt jedoch mehr Fläche der Arbeitsplatte ein und kann die freie Fläche reduzieren.
| Gerät | Wann sinnvoll | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Backofen (Höhe) | häufiges Backen, schwere Bleche | ergonomisch, kindersicher | mehr Planungsaufwand, Preis |
| XXL‑Garraum | große Menüs, Familienfeiern | mehr Kapazität, parallel backen | höherer Energieverbrauch, Preis |
| Geschirrspüler (Position) | direkt neben Spüle/Arbeitsfläche | keine Zwischenlagerung auf Arbeitsplatte | Wasseranschlussplanung nötig |
| Großes Spülbecken | große Töpfe, Backbleche | einfaches Reinigen | weniger Arbeitsfläche |
Kaufkriterien: Breite und Einbaumaß, Tür-/Klappenöffnung im Durchgang, Innenvolumen, Reinigbarkeit und Servicezugang. Beachten Sie die Bedienposition (verdeckt vs. oben) und planen Sie kurze Wege zum kochfeld und herd.
Praktische Helfer und passende Einsätze finden Sie bei unseren Küchenhelfern für die Familie, die den Umgang mit großen elektrogeräten erleichtern.
Sicherheit, wenn Kinder mit in der Küche sind
Sicherheit in der Küche beginnt mit klaren Abläufen und durchdachter Ausstattung. Wir betrachten konkrete, kaufbare Lösungen, die Risiken verringern, ohne den Alltag zu verkomplizieren.

Induktion, Herdschutz und versenkbare Bedienknebel
Must-have: Ein Induktionsfeld reduziert Verbrennungsrisiken sichtbar, weil nur der Topf heiß wird. Herdschutzgitter und versenkbare Bedienknebel senken das Risiko von unbeabsichtigtem Einschalten.
Nice-to-have: Abdeckungen für Bedienelemente und eine Herdschutzplatte mit zertifizierter Hitzereduktion.
Softclose und kindersicherungen an Schubladen
Must-have: Softclose-Schubladen verhindern eingeklemmte Finger. Für Messer und Reiniger empfehlen wir mechanische Kindersicherung-Schlösser an Unterschränken.
Nachteil: Nachrüstung ist je nach System begrenzt; prüfen Sie Kompatibilität vor dem Kauf.
Gefahrenzonen: Messer, Reiniger und Kleingeräte
Lagern Sie scharfe Messer und gefährliche geräte in hohen oder gesicherten Oberschränken statt auf der Arbeitsplatte. Reiniger gehören in verschließbare Fächer.
- Priorität 1: Kochstelle absichern (Induktion, Herdschutz).
- Priorität 2: Schubladen und Schränke mit schubladen-Sperren ausstatten.
- Priorität 3: Details wie Kantenschutz und sichere Kinderzone für harmlose Mitmach‑Aufgaben.
Materialien & Hygiene: pflegeleicht gewinnt im Familienbetrieb
Materialwahl entscheidet oft mehr über Alltagstauglichkeit als Modefarben. Wir betrachten praxisnah, welche Eigenschaften in einer lebhaften küche wirklich zählen.

Arbeitsplatten im Vergleich
Keramik und Kunststein/Mineralwerkstoff sind sehr robust. Sie widerstehen Hitze und Kratzern und sind leicht zu reinigen.
Naturstein sieht edel aus, reagiert aber je nach Stein empfindlicher auf Säuren und Farbstoffe.
Massivholz wirkt warm, braucht mehr Pflege und kann aufquellen. Vorteil: Kratzer lassen sich schleifen.
Alltagstaugliche Extras
Berührungslose Armaturen (Sensorarmatur) reduzieren Kontaktpunkte und verbessern die hygiene. Sie lohnen sich vor allem bei häufigem Händewaschen und beim Umgang mit rohen Lebensmitteln.
Wählen Sie außerdem glatte oberflächen bei Spüle und Fronten; das vereinfacht die tägliche reinigung.
| Eigenschaft | Keramik | Kunststein | Massivholz |
|---|---|---|---|
| Robustheit | hoch (kratzt/hitzefest) | hoch (homogen, pflegeleicht) | mittel (anfälliger, renovierbar) |
| Pflegeaufwand | gering | gering | hoch (Ölen, schleifen) |
| Reparierbarkeit | schwer | bedingt möglich | gut (abschleifbar) |
Kaufkriterien: Kantenform, Säure‑ und Farbstoffresistenz, Reparierbarkeit und reale Alltagstauglichkeit. Wir empfehlen: Priorität auf robuste Platten und eine Sensorarmatur, wenn Hygiene praktisch umgesetzt werden soll.
Kaufberatung: Produktlösungen nach Budget und Einsatzbereich
Mit einem klaren Plan lassen sich Anschaffungen gezielt nach Wirkung sortieren. Wir empfehlen, zuerst Ordnung und Innenleben zu verbessern, dann Kühlvolumen und zuletzt Komfort und Materialien.

Low-Budget
Was: einfache Organizer, stapelbare Boxen, Etiketten und Schubladeneinsätze.
Vorteil: sofort sichtbare Ordnung; Nachteil: teils geringere Haltbarkeit bei dünnem Kunststoff.
Einsatzbereich: Morgendlicher Chaos-Stopp, Frühstücks- und Lunchbox‑Zonen.
Mid-Range
Was: hochwertige innenauszüge, vorratssysteme und softclose-nachrüstoptionen.
Vorteil: bessere belastbarkeit und Übersicht; Nachteil: Kompatibilität prüfen vor dem Kauf.
Einsatzbereich: Kleine Küchen profitieren besonders von Auszügen; Familien mit regelmäßiger Vorratshaltung gewinnen viel.
High-End
Was: große Kühllösungen, ergonomische einbaugeräte und langlebige arbeitsplatten.
Vorteil: mehr Nutzvolumen und langfristige Alltagstauglichkeit; Nachteil: höhere Investition und Planungsaufwand.
Checkliste: kaufkriterien
| Kriterium | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Größe | Passt das Produkt in Schrank/Nische? |
| Material | Robust und pflegeleicht auswählen |
| Belastbarkeit | Für Flaschen und Töpfe geeignet? |
| Reinigung | Spülmaschinenfest oder glatte Flächen |
| Alltagstauglichkeit | Schneller Zugriff, klare Beschriftung |
Entscheidungshilfe: Wenn morgens Chaos herrscht → Boxen und Organizer. Wenn Kochen stresst → Auszüge am Kochfeld. Wenn Einkäufe überlaufen → Kühlvolumen (200+ Liter) prüfen.
Weitere Planungsinfos finden Sie in unserer Übersicht zur Planung für Familienküchen.
Fazit
Zum Schluss geben wir eine klare Reihenfolge, damit Planung und Umsetzung Hand in Hand gehen.
Kurz gefasst: Erfolg entsteht, wenn Stauraum, Arbeitsplatte und Wege gemeinsam gedacht werden. Zuerst Zonen definieren, dann Pufferzonen anlegen, danach Schubladen und Vollauszüge optimieren und zuletzt Kühlung und große Geräte passend wählen.
Bewegungsfreiheit und das operative Dreieck entscheiden, ob mehrere Familienmitglieder gleichzeitig kochen oder Snacks holen können. Sicherheit und Hygiene (Induktion, Softclose, Kindersicherungen, pflegeleichte Oberflächen) bleiben dauerhafte Prioritäten.
Realistisch: Ziel ist kein perfektes Design, sondern Ordnung, die sich schnell wiederherstellen lässt.
Mini-Entscheidungshilfe: Frühstückschaos → Snack-/Lunchbox-Zone; Kochstress → Pfannen/Töpfe im Auszug; Spül-Stau → Spülmaschine/Geschirrspüler nah zur Spüle.
FAQs
1) Welches Kühlschrank‑Volumen ist sinnvoll?
Wir empfehlen mindestens 200 L Nutzinhalt für Familien mit Schulkindern; Details und Modelle finden Sie zur Orientierung hier.
2) Welche Küchenform passt für mehrere Personen?
Zonen und ausreichend Durchgänge sind wichtiger als die reine Form. Eine offene Wohnküche oder L‑Form mit Insel erleichtert den Blick und das Zusammenarbeiten. Mehr Tipps zur Organisation für mehrere Personen: Organisation bei mehreren Personen.
3) Welche Mindestabstände brauche ich?
Planen Sie genug Durchgangsbreite, damit zwei Personen aneinander vorbeigehen können. Kurz: Bewegungsfreiheit entscheidet über Flow statt Stress.
4) Welche Organizer lohnen sich am meisten?
Investieren Sie zuerst in schubladen‑gerechte Einsätze, Vollauszüge am Kochfeld und stapelbare Vorratsboxen. Diese Maßnahmen bringen die meiste Zeitersparnis pro Euro.